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Das Nottestament

Das Nottestament hat in der Praxis wenig Bedeutung. Ist der Gang zum Notar auf Grund einer lebensbedrohlichen Notlage nicht möglich, kann ein Nottestament errichtet werden. Voraussetzung ist, dass sich der Eblasser in akuter Lebensgefahr sieht. Eine Nottestament ist nur drei Monate gültig Überlebt der Erblasser die Notlage, muss ein neues Testament errichtet werden falls der Gesundheitszustand dies zulässt.
Drei Arten von Nottestamenten werden unterschieden:

  • Bürgermeisteramttestament: Die Errichtung eines Testaments vor dem Bürgermeister oder seinem Stellvertreter und zwei Zeugen. Hier erklärt der Erblasser mündlich sein Testament. Der Bürgermeister schreibt das Testament nieder und unterschreibt gemeinsam mit zwei Zeugen das Testament. Ist der Erblasser nicht mehr in der Lage zu unterschreiben, ist dies zu dokumentieren.
  • Drei-Zeugen-Testament: Falls sich der Erblasser an einem abgelegenen Ort befindet kann das Testament mündlich oder schriftlich vor drei Zeugen errichtet werden. Die Zeugen verpflichten sich eine Niederschrift gemäß den Bestimmungen des Beurkundungsgesetztes anzufertigen.
  • Seetestament: Für das Seetestament ist keine unmittelbare Lebensgefahr notwendig. Das Seetestament kann mündlich an Bord eines deutschen Schiffes außerhalb eines inländischen Hafens vor drei Zeugen errichtet werden. Eine Niederschrift hat anschließend gemäß den Vorschriften des Beurkundungsgesetzes zu erfolgen.

Wichtig: Alle Zeugen dürfen nicht Erbe sein. Das Nottestament ist sonst ungültig. Die Zeugen müssen vollständig während der gesamten Erklärung anwesend sein. Die Zeugen treten an die Stelle des beurkundenden Notars. Daher sind sie an die Vorschriften des Beurkundungsgesezt gebunden.